Saisonrückblick: Lernen aus der Unkrautregulierung 2026
Shownotes
Wie lassen sich Ackerfuchsschwanz und weitere schwer regulierbare Beikräuter im Ökolandbau ohne chemische Herbizide regulieren? In dieser Folge von Auf gutem Grund. Bio. Praxis. Wissen. spricht Katja Stephan mit den Bioland-Beratern Hans Schiefereder und Simon Siegel sowie dem Bioland-Landwirt Hilmar Cäsar über praxiserprobte Lösungen.
Im Mittelpunkt stehen Fruchtfolgen, Sommerungen, Bodenbearbeitung, Hacke und Striegel sowie die Frage, welche Rolle Bodengesundheit für eine erfolgreiche Unkrautregulierung spielt. Außerdem geht es um moderne Technik von GPS-gestützter Hacktechnik bis zur Lasertechnik.
Jetzt reinhören und erfahren, welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben, wo unterschiedliche Wege zum Ziel führen und worauf es im Ökolandbau wirklich ankommt.
Themen dieser Episode im Überblick:
- ✅ Ackerfuchsschwanz im Ökolandbau erfolgreich regulieren
- ✅ Fruchtfolgen und Sommerungen als Schlüssel zum Erfolg
- ✅ Bodenbearbeitung zwischen Sanierung und Prävention
- ✅ Hacken und Striegeln: Chancen, Grenzen und praktische Erfahrungen
- ✅ Bodengesundheit und die Botschaft der Unkräuter
- ✅ Beratung, Erfahrungsaustausch und Lernen aus Fehlern
- ✅ GPS-, Kamera- und Lasertechnik in der mechanischen Unkrautregulierung
- ✅ Tipps für Umstellungsinteressierte und erfahrene Bioland-Betriebe
Unsere Gesprächspartner:innen
- Hans Schiefereder; Bioland-Berater für Niederbayern: langjähriger Praktiker und Experte für Bodenfruchtbarkeit und Ackerbau.
- Simon Siegel; Bioland-Berater für Unterfranken: Schwerpunkt Ökolandbau - Ackerbau und Umstellungsberatung
- Hilmar Cäsar; Bioland-Landwirt aus Unterfranken: Schwerpunkt Ackerbau und langjähriger Erfahrung in der mechanischen Unkrautregulierung.
- Katja Stephan: Journalistin und Host des Bioland-Podcasts
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Transkript anzeigen
00:00:01: Kurz auf den Punkt gebracht.
00:00:03: Das hört sich jetzt provokant an, jeder hat das Ungrad verdient.
00:00:09: Es ist unheimlich schambehaftet, Flächen zu haben die im Ungrad untergehen.
00:00:14: Was für die Zukunft noch genialer wird, das ist natürlich die Lasertechnik Auf gutem Grund!
00:00:25: Bio-Praxis
00:00:26: Wissen der
00:00:28: Podcast von Bioland.
00:00:33: Ihr habt gerade schon gehört, beim Thema Unkrautregulierung hat sich ja jeder von Äußer seiner eigenen Erfahrung gemacht.
00:00:39: Vor allem der Ackerfuchschwanz hat ja vielen Kopfzerbrechen bereitet in diesem Jahr!
00:00:44: Aber was tun wenn wie im Ökolandbau keine Herbizide erlaubt sind?
00:00:49: Das wollte ich in dieser Podcast-Folge herausfinden.
00:00:52: Mein Name ist Katja Steffanich, moderiere diesen Podcast und ich war überrascht, wie viele Ideen und Ansätze es zu diesem Thema gibt – welche das sind, das hörst du jetzt viel Spaß.
00:01:08: Ich freue mich, dass ich zu diesem Thema heute gleich drei Gesprächsgäste begrüßen darf und die stelle ich jetzt mal kurz vor.
00:01:15: Da ist zum einen Hans Schiefereder aus Passau.
00:01:19: Er hat sein Betrieb vor vierzig Jahren auf Ökolandbau umgestellt – also jede Menge Erfahrung mit der Bekämpfung von Unkräutern.
00:01:26: Hans isst als Berater bei BioLand im Einsatz und berät rund zweihundertvierzig Betriebe in Bezirk Niederbayern.
00:01:32: Er sagt, jedes Unkraut ist eine Botschaft des Bodens das etwas im Ungleichgewicht ist.
00:01:39: Hallo Hans!
00:01:40: Hallo Katja!
00:01:41: Außerdem mit in der Runde Simon Siegel ebenfalls Biolandberater.
00:01:45: Hallo Simon!
00:01:46: Hallo!
00:01:47: Du bist zweiunddreißig Jahre jung und deshalb natürlich noch nicht ganz so lang dabei wie Hans aber auch du bringst ziemlich viel Erfahrung mit.
00:01:54: Ich stelle dich mal kurz vor.
00:01:56: Simon ist gelernte Landwirt, hat seine Ausbildung auf einem Bio-Betrieb gemacht und anschließend Landwirtschaft mit Schwerpunkt Ökolandbau studiert.
00:02:05: Danach hat er einige Jahre als Feldversuchstechniker gearbeitet – das war ein kleiner Ausflug in die konventionelle Landwirtschaft, wenn man das so sagen darf – bis er dann im Jahr reingestiegen ist.
00:02:18: Hier berät er im Bezirk Unterfranken die Biolandmitgliedsbetriebe an allen Fragen rund um den Ackerbau und begleitet konventionelle Betriebe durch die Umstellungsphase auf ihrem Weg in den Ökolandbau.
00:02:30: Simon sagt, Unkraut ist das Angstthema in der Landwirtschaft denn es steht für die Sichtbarkeit des
00:02:36: Versagens.".
00:02:38: Das klingt nach einem interessanten Punkt.
00:02:40: ich bin gespannt was du damit genau meinst und was du daraus folgerst.
00:02:44: Und natürlich wollen wir heute auch die praktischen Erfahrungen derjenigen hören jeden Tag auf dem Acker mit dem unkraut zu tun haben und deshalb freue ich mich dass Hilmar Cäsar heute dabei ist.
00:02:54: Helma,
00:02:54: du hast einen Ackerbaubetrieb in Weihgolzhausen.
00:02:57: Das liegt in Unterfranken richtig?
00:02:59: Ja genau!
00:03:00: Gut dort bewirtschaftest du rund vierhundertdreißig Hektar und hast zusätzlich noch etwa sechstausend Legehennen.
00:03:07: Du bist mit einem konventionellen Betrieb gestartet, hast zwei tausend acht auf Bio umgestellt und bis seitdem Bioland mitgliedt Und du folgst bei deiner Arbeit dem Rat Deines Opaas der immer gesagt hat Einmal gehackt ist wie zwanzig Mal geregnet.
00:03:22: Zwanzig Liter?
00:03:23: Zwanzzig Liter geregnete, ach ja stimmt!
00:03:26: Was das mit der Unkrautbekämpfung zu tun hat, musst du uns später noch erzählen.
00:03:30: Hallo Hilma.
00:03:31: Hallo
00:03:32: Ihr drei kennt euch glaube ich schon.
00:03:34: Hilma kennen die beiden deinen Betrieb?
00:03:35: waren die schon mal bei dir?
00:03:37: Ja alle beide waren schon bei mir aus dem Betriege.
00:03:39: dann habt ihr das jetzt alle vor Augen.
00:03:41: bevor wir richtig ins Thema einsteigen habe ich mir eine kleine Wissensfrage überlegt die ich gerne in die Runde stellen will und zwar Wann wurde das erste Pflanzenschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland erlassen?
00:03:52: Was ist euer Tipp?
00:03:53: oder vielleicht wisst ihr ja sogar die Jahreszahl, wer traut sich.
00:03:57: In den Fünfzigern.
00:03:59: Hilmar sagt in den Fünftigerjahren Hans, was sagst du?
00:04:02: ein Tipp?
00:04:03: Schon vorher, ich denk schon Anfang meint seit des Jahrhunderts.
00:04:06: Ja genau deswegen habe ich die Frage so formuliert dass es sich auf die Bundesrepubrik Deutschland bezieht weil das stimmt es ist bisschen tricky.
00:04:16: Tatsächlich geht es um das erste Pflanzenschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland.
00:04:20: Deswegen muss es etwas später gewesen sein?
00:04:23: Ja, da muss es nach Nauzehundert-Achtenvierzig sein aber wahrscheinlich auch sehr, sehr früh.
00:04:28: Das sagt Simon und Hans, möchtest du noch mal neu ansetzen?
00:04:32: Ja genau, neunundviertzig wahrscheinlich, weil es ist nämlich in der Medizin auch so.
00:04:37: Neunundwirtzig sind Gesetze etabliert worden die die Gesundheit des Menschen schützen sollen.
00:04:43: ja
00:04:44: Ja, okay.
00:04:45: Es war tatsächlich etwas später eine interessante Idee.
00:04:50: Ich verrate euch mal die Antworten.
00:04:54: Am zehnten Mai wurde das erste deutsche Pflanzengesetz verkündet.
00:04:58: Damaliger Landwirtschaftsminister bei Hermann Höcherl von der CSU und Auslöser bei unter anderem das Erscheinendes Buches Der Stumme Frühling der US-Biologin Rachel Kassen.
00:05:09: Auf EU-Ebene gibt es ein entsprechendes Gesetz übrigens seit nineteenhundertneinzig.
00:05:14: Das war die Vergangenheit, wir wollen heute auf die Gegenwart gucken und natürlich auch in der Zukunft, da tut sich nämlich einiges in Sachen Technik bei der Unkrautbekämpfung Ackerfuchsschwanz.
00:05:30: Um den kommen wir in diesem Jahr nicht herum, wenn wir über Unkräuter sprechen.
00:05:34: ein echtes Problem bei konventionellen und natürlich auch bei Bio-Landwirtinnen und Landwirten.
00:05:39: Und weil die Sorge so groß ist gibt es seit erstem September eine Notfallzulassung für das chemische Pflanzenschutzmittel-Luxinum.
00:05:47: jetzt kommt das ja für den ökologischen Anbau nicht infrage ebenweils ein Herbizid ist.
00:05:52: trotzdem sollten wir das am Anfang kurz einordnen denke ich Hans du hast dich schlau gemacht.
00:05:58: was Luxinum und wie wirkt das?
00:06:01: Ja, Luxinum ist ein herbeziehtes gegen resistente Gräser.
00:06:07: Wie Ackerfuchschwanz, Weidelgras oder Willentalen wirkt.
00:06:12: Und ich habe mir die Gebrauchsanleitung durchgelesen und ich war entsetzt welchen Satz ich da gefunden habe.
00:06:18: Ich habe mich rauskopiert und ich werde diesen Satz jetzt zitieren.
00:06:23: Es steht da es ist sicher zu stellen dass bei Nachfolgearbeiten Schreckstrichinspektionen mit direkten Kontakt zu den behandelten Pflanzen, Schreckstrichflächen nach der Anwendung in Ackerbaukulturen bis unmittelbar vor der Ernte lange Arbeitskleidung, festes Schulwerk und Schutzhandschuhe getragen werden müssen.
00:06:48: Hilmar, Simon wie geht es euch damit wenn ihr das hört?
00:06:53: Ja ähm Das ist im Ökolandbau einfach überhaupt kein Thema, ich glaube die wenigsten werden das verfolgen.
00:06:59: was irgendwelche Notfallzulassungen.
00:07:02: Im konventionellen Bereich da wird immer relativ.
00:07:07: wie soll ich das formulieren?
00:07:08: Also Anbausysteme die sich an irgendeinem Wirkstoff klemmen und klammern sind für uns im Ökolandbau nicht interessant.
00:07:17: wir versuchen da den Ursachen auf ein Grund zu gehen.
00:07:20: genau Was sagst du zu diesem Zitat, das der Hans davor gelesen hat?
00:07:26: Ja, das ist natürlich erschreckend.
00:07:28: Aber für mich als Landwirt draußen in der Flur ist es ganz entscheidend dass wenn konventionelle solche Spritzmittel verwenden die wirklich nur unter den Bedürmungen von den Konventionellen gemacht wird Die auch gefordert sind.
00:07:43: Das heißt zum Beispiel und das ist ein großes Risiko für uns Biobetriebe Ist abdrift Wenn bei zu viel Wind gespritzt wird dann haben wir ein Problem, das wir nicht selber verursacht haben.
00:07:55: Das ist für uns echt der Problem dann.
00:07:57: Da müssen wir wirklich
00:07:58: aufpassen.".
00:07:59: Ja, das kann ich gut verstehen!
00:08:00: Der Seemann hat es ja erklärt – ihr habt jede Menge andere Lösungen jenseits der Chemiekeule im ökologischen Landbau.
00:08:08: Bevor wir jetzt zu euren Lösungen kommen würde ich gerne erst mal eine Bestandsaufnahme machen.
00:08:14: Hilma, nimm uns doch mal mit auf deinen Betrieb.
00:08:16: als Erstes wie groß waren deine Probleme mit dem Ackerfuchs Schwanz in diesem Jahr?
00:08:21: Also ich muss zu meiner Ehrenrettung sagen, dass wir da wirklich wenig Probleme haben.
00:08:26: Das resultiert daraus das wir ein Betrieb sind der mit vielen Sommerungen arbeitet aber das werden wir später noch besprechen.
00:08:33: Das ist immer eine riesen Vorteile und von daher habe ich wirklich ganz wenig Probleme.
00:08:38: und wenn dann gehe ich die wirklich aktiv an.
00:08:40: also ich hab Flächen zugebrachtet von konventionellen Betrieben die richtige Agafutzschwanzbröhe Probleme gehabt haben Und da haben wir Vorgehensweisen, die wir dann später noch genauer erklären.
00:08:51: Mit denen wird dann wirklich gut zurechtkommen.
00:08:53: Ja, da bin ich gespannt was du da berichtest.
00:08:56: Simon wie war die Lage in diesem Jahr in deiner Region?
00:08:59: In Unterfranken?
00:09:00: Wie soll das beschreiben?
00:09:02: Also Ackerfuchschwanz ist dieses Jahr nicht des Hauptunkrauts überhaupt im Unkraut in dem Trockenjahr mit diesem eher von untergeordneter Bedeutung.
00:09:13: Da haben wir ganz andere Sorgen.
00:09:15: Grundsätzlich ist es, würde ich sagen aber weniger eine Frage der Jahre.
00:09:20: Ob wir jetzt Ackerfuchsschwanzjahre haben oder keine?
00:09:22: Sondern das ist vielmehr eine Frage des Standorte- oder der Betriebe, die praktisch Standorte.
00:09:28: Die haben einen höheren Ackerfußschwanzdruck als andere.
00:09:31: Der Hilmar hat sozusagen für seinen Betrieb schon erwähnt.
00:09:35: Der Hilmar wird auch in einem starken Akerfuchschwanzjar nie im Ackerfuchschwanz untergehen, weil einfach sein Betrieb diesbezüglich völlig unproblematisch geführt wird und auch der Standort nicht unbedingt ein klassischer Acker-Fuchschwatzstandort ist.
00:09:50: Bei uns in der Region sind die Ackerfukschwanz Probleme auf den Flächen anzufinden, die zum Verschlemmen neigen, die vielleicht einen Staunnesseproblem haben...
00:10:01: Okay alles klar!
00:10:03: Dann würde ich gern Hans noch fragen, wie er die Situation wahrgenommen hat in diesem Jahr in Niederbayern?
00:10:11: Ackerfuchschwanz ist nur einzelbetrieblich ein größeres Problem.
00:10:15: Wenn man sagt, dass Acker-Fuchschwand auf dem Vormarsch ist, das kriege ich auch mit und ich bin ja immer im Befürbart davon Felshygiene.
00:10:22: Das heißt wäre den Anfängen der Mähdrescher Bodenbearbeitungsgeräte, die den Samen also in dieses Feld bringen vorzeitig zu reagieren, dass es nicht so überhanden wird, dass der Ackerfuchschwanz ein Ertrags- begrenzender Faktor ist.
00:10:39: Und es gibt im Ökolandbau Möglichkeiten den Ackerfußchwanz in den Griff zu bekommen durch Fruchtfolge und eben durch Bodenbearbeitung.
00:10:47: aber da werden wir sicher noch genauer drauf eingehen.
00:10:50: Genau, jetzt bist du schon bei den Lösungen.
00:10:52: Mich würde noch interessieren ganz kurz Hans, du hast mir erzählt ihr seid ja mit dem Biolandberatern im Austausch deutschlandweit.
00:11:00: Gibt es eine Region in Deutschland die da besonders betroffen sind was den Ackerfuchsschwanz oder auch andere Unkreute angeht?
00:11:07: Das ist regional sicher sehr unterschiedlich und es gibt Gebiete die haben massiven Ackerfußschwanzdruck so wie das sie man schon erzählt hat und zwar auch bodenabhängig Intensitätsstufen abhängig.
00:11:21: Ich denke die Fruchtfolge, wenn man Monokulturen sich spezialisiert auf dreigliedrige Fruchtfolge im Ökolampfer wird das Problem sicher größer sein als bei einer vielfältigen Frucht-Folge, die fünf oder sechs Gliedrig ist.
00:11:35: Ja verstehe.
00:11:36: Das Thema Fruchtflogen hattest du ja angesprochen da kommen wir sicher gleich nochmal zu.
00:11:40: Seemann, du wolltest gerne was ergänzen?
00:11:42: Ja weil du nach einer gezielten Region gefragt hast.
00:11:45: ich weiß nicht ob das relevant ist.
00:11:47: also so eine bundesweit bekannte Regionen für Acker-Fuchschmannsproblematik Sohn Lohl in Baden-Württemberg, gekennzeichnet durch auch sehr schwere Böden.
00:11:56: Die einfach schon vom Standort sehr zum Ackerfuchschmans passen und gleichzeitig durch eine sehr intensive Schweinerhaltung zumindest in der Vergangenheit, das heißt eine Fruchtfolge die sehr auf den Anbau von Futter für Schweine ausgelegt ist.
00:12:12: Das heißt da haben wir in der Regel dann halt Frucht folgen, die mit Raps als einzigster Blattfrucht sonst nur Wintergetreide enthalten und das sind natürlich dann Kombinationen, die den Ackerfuchschwanz überproportional bevorteilen und dann kann es in so einer Region auch mal flichendeckend hat sich so ein Riesenproblem entwickeln.
00:12:31: Ich fasse das mal zusammen, die Lage ist auf jeden Fall ernst.
00:12:34: Das kann man schon raushören nicht nur in Bezug auf den Ackerfuchs-Schwanz sondern generell auf das Thema Unkräuter bezogen.
00:12:41: aber wie ich schon rausgehört habe wissen sich die Biolandwirte da ja ganz gut zu helfen auch ohne Chemie.
00:12:47: allerdings seid ihr?
00:12:48: So viel kann ich schon mal verraten!
00:12:50: Nicht bei allen Maßnahmen so ganz einer Meinung.
00:12:59: Hilma, ich würde gerne bei dir anfangen.
00:13:01: du hast selbst gesagt dein Problem Mit dem Ackerfuchschwanz war in diesem Jahr und auch ganz generell nicht so gravierend.
00:13:09: Du hast es aber auch schon angedeutet, du hattest das Problem mal auf einer gepachteten Fläche die massiv befallen war?
00:13:15: Wie hast du das an den Griff bekommen, erzähl
00:13:17: mal!
00:13:18: Also die Flächen, die ich da dazugepachtet habe sind sehr kaltreiche Böden.
00:13:24: Man muss vielleicht erst noch einmal ein bisschen ausholen was der Acker Fuchschwans liebt.
00:13:28: Der liebt die kaltreichen Bölden, was er ganz besonders liebt, sind frühe Saarztermine Also wenn es Wintergetreide sehr früh gesät wird, das liebt er.
00:13:37: Der Ackerfuchschwanz ist vorwiegend ein Herbstkeimer, wobei er ja sehr Langsamkeit hat, sehr lange Dormanz also zumal sagt maximal sechzig Prozent der ausgefallenen Samen vom Jahr jetzt zum Beispiel sechs bis zwanzig die können heuer keimen.
00:13:52: Der Rest kann sowieso erst später und das muss man richtig angehen, angehen kann man das also damit indem man zb schon intensivere Bodenbearbeitung macht, wird viel nicht so gefallen die Aushacher.
00:14:03: Aber wenn ich eine Fläche herrichten will dass sie wieder ziemlich arg aufschwandfrei ist dann muss ich irgendwann mal ein bisschen aufschwandtreiben.
00:14:10: und das ist eben mit dem Crouppern zum Beispiel und beim Crouppen ist es so da bin ich einen ganz großen Fame davon der Crouppers sozusagen ohne Nachläufer.
00:14:17: Das heißt wir lassen das was der Hans vorhin gesagt hat oder auf der Simon Wir brauchen Luft und Licht im Boden dass er keimen kann.
00:14:25: Es ist einfach ein Lichtkeimer Gruppern und gleich wieder hinten festgewalzt.
00:14:30: Und dann kommt kein Licht oder Boden, sondern loggerere Erde.
00:14:34: Also das ist das erste der Arbeitskammern im Herbst und als nächstes... Ich habe das vorhin schon angesprochen.
00:14:39: Das sind Begünstigte in einer Region, in der wir einhiger Masen auch wenn es trocken ist Sommerkulturen anbauen können also Sommerhafer, Sommerweizen geht auch mal Mais natürlich Sonnenblumen Sojabohnen Kichererbs alles was so im Frühjahr geht.
00:14:57: Der schlimmen Acker wie den, den ich da gebachtet habe.
00:15:00: Das hab' ich vier Jahre hintereinander betrieben also vier Jahr Sommerum Erbsen im Frühjahr weil der Ackerfuchschwanz in früher kaum keimt Also neunzig oder noch mehr Prozent ist er Herbstkeimer und dann kriegst du da schon vielen Angriff.
00:15:15: Sommarungen und Bodenbearbeitung sprechen wir gleich nach.
00:15:19: Du hast das ja schon angedeutet, da gehen die Meinungen etwas auseinander.
00:15:23: Jetzt sind Sommerungen auch nicht für alle die beste Lösung oder auch Praktikabel – das muss man ganz klar so sagen!
00:15:29: Der Hans hatte eben Feldhygiene angesprochen und erklärt und auch das Thema Fruchtfolgen.
00:15:35: Simon inwiefern können Frucht folgen helfen?
00:15:38: Ja, Furftfolge ist ein ganz entscheidender Teil in der Ackerfuchschwanzbekämpfung.
00:15:43: Der Hilmer hat es schon angesprochen.
00:15:45: Da gibt's eigentlich wenig zu ergänzen.
00:15:47: Der Ackerfukschwanz keimt überwiegend im Herbst und hat aber auch im Frühjahr noch vereinzelnde Keimenwellen.
00:15:53: dazu führen dass wir auch einen Acker Fuchschwanz mal in einer Zucker rüber haben können oder auch vor einem Mais Acker Fukschwans mittlerweile leider eine Rolle spielt.
00:16:03: Der große Vorteil das ist natürlich selbstredend den wir bei einer Sommerkultur haben ist, dass wir den Ackerfuchschwanz sehr klein bekämpfen können.
00:16:12: Das heißt, wir haben mit mechanischer Unkrautregulation einfach nur die Möglichkeit, Acker-Fuchschwanz zu bekämpfen wenn er sehr klein ist.
00:16:21: Das heisst der darf einfach noch nicht lange gewachsen sein.
00:16:24: und natürlich haben wir die Möglichkeit bei Sommerungen im Vorsaatverfahren noch deutlich intensiver den Akerfuchsschwanz mechanisch zu bekkämpfen als wir das beispielsweise mit Hacke oder Striegel könnten.
00:16:35: Und dementsprechend sind Sommerungen ein ganz entscheidender Teil in der Strategie gegen den Ackerfuchschwanz und die sind durch nichts zu ersetzen.
00:16:42: Das ist leider einfach so, das heißt wenn man jetzt einen Standort hat, der sich mit dem Anbau von Sommerungen sehr schwer tut dann kann man natürlich versuchen... Die anderen Register, die wir noch in der Acker-Fuchschwans Bekämpfung haben wie allgemeine Bodenfruchtbarkeitsparameter, Bodenbearbeitung, Nachernte Stoppelbearbeitungsmethodik zu optimieren, aber wir werden nie um den Anbau von Sommerkulturen herumkommen.
00:17:11: Und dann ist die Frage welche da auf den Standort passen und wie wird die im Anbau ja möglichst optimieren können?
00:17:19: Aber ein Verzicht auf Sommerkulturen ist auf Ackerfuchschwanz-Standort nicht möglich keine Chance.
00:17:25: diesen Zahn muss man leider ziehen.
00:17:28: Okay gut ich nehme mal an die anderen beiden Stimmen dazu Hans Was hast du dazu?
00:17:34: Ja, Stimme voll zu.
00:17:36: und was wir noch für eine Möglichkeit haben das ist das Blind-Satbeet.
00:17:41: Das heißt man richtet das Welt her wie zur Aussaat dann wartet man zwölf vierzehn Tage dann hat der Ackerfunkschwanz die Möglichkeit aufzulaufen und dann bearbeitet man das Welt nochmal und sieht die Hauptkultur aus.
00:17:56: und dabei ist es wichtig dass man bei der Aussaat der Hauptkultur nicht tiefere Bodenbearbeitung macht, wie man vorher das Blinsartbett gemacht hat.
00:18:04: Und holt man ja den Samen, der darunter liegt wieder rauf und dann hat man den Ackerfuchschwanz wieder in der HauptKultur drin.
00:18:11: Ich denke, ein Blinsartsbett kann schon einen Großteil von Acker-Fuchschwarms beim Auflaufen beseitigen.
00:18:18: Seh mal du würdest da gerne noch was ergänzen?
00:18:21: Wie wir ja schon besprochen haben, müssen wir an ganz vielen Registern ziehen um einen Ackerfuchschwanz zu regulieren und deswegen möchte ich dazu auch nochmal betonen dass der Acker Fuchschwans eines der wenigen Unkräuter ist deren Druck im Ökolandbocken ringer wird.
00:18:35: Also das ist einer der Unkräute wo wir immer wieder in der Umstellungsphase sehen, dass die ihren Schrecken verliert.
00:18:41: also es gibt Unkräuder.
00:18:43: mit denen bekommen wir im Ökolandbau mehr Probleme so ein schreckgespenstes beispielsweise die Distel oder auch andere Wurzelunkräuter, um sich jetzt nochmal diesen Thema Bodenbearbeitung, Stoppel-Bearbeitung etwas näher zu widmen würde ich es ein bisschen weiter differenzieren.
00:18:58: Der Ackerfuchschwanz hat eine sogenannte Dormanz, eine sogenanne Keimruhe.
00:19:02: das haben ganz viele Pflanzen
00:19:04: d.h.,
00:19:05: der Samen fällt von der Mutterpflanze auf die Erde und auch wenn es, ich sage mal äußerlich kein Bedingungen gibt keims er nicht.
00:19:16: Das nennt man primäre Keimruhe.
00:19:18: Der Ackerfuchschwanz hat eine primäre und eine sekundäre Keimeruhe, die ist ein bisschen abhängig wie lange sie dauert je nachdem wie die Witterung rund um die Abreife des Acker-Fuchschwans Samens war.
00:19:31: Beim Acker Fuchschwands ist es tolle dass tatsächlich der Großteil der späteren Pflanzen auf dem Acker einem Samen entstammt der im Vorjahr ausgefallen ist.
00:19:43: So, das heißt also diese primäre Dormanz wird im Laufe der Zeit des Sommers abgebaut und der Ackerfuchsschwanz wird wieder kein bereit und läuft auf.
00:19:53: Das Blöde an der Sache ist nur dass wenn wir den Acker Fuchsschwanz jetzt vergraben würden und vergraben heißt ich sage mal tiefer als fünf Zentimeter aber je tiefer desto schlimmer fällt er von einer primären Dormans in eine sekundäre Dromanz.
00:20:11: wenn ich den Fuchschwanz vergrabe, weil ich beispielsweise mit dem Grupper eine Doppelbearbeitung mache und das sind wir tatsächlich im Ökolandbau in einem Dilemma.
00:20:20: Weil wir unsere Bodenbearbeitungen nicht nur am Ackerfuchschwans ausrichten können würde ich jetzt praktisch einen Samen der sich in einer primären Domanz befindet durch eine Bodenbearbeitung in tieferer Schichten auf zehn Zentimeter, acht Zentimeter tief vergraben.
00:20:36: dann würde er in eine sekundäre Domanz fallen und dementsprechend im Laufe des Herbs zum Auflauf gelangen.
00:20:44: Das heißt also, diese Samen die in der sekundären Dormanz sich befinden, reichern sozusagen unseren Bodenpool an Unkraut-Samen an und können dann zu gegebener Zeit wenn sie wieder einen Lichtreiz erfahren oder irgendwann auflaufen.
00:21:00: Hema was sagst du jetzt zu Simons Ideen vorgehensweise?
00:21:05: Ja wie gesagt das ist sicherlich nicht falsch.
00:21:08: was da Simon sagt.
00:21:09: Ich muss feststellen, auf unseren Flächen ist es offensichtlicher ein bisschen anders.
00:21:14: Und ich bin auch ein großer Fan von flacher Bodenbearbeitung da.
00:21:18: das Simon gebe ich nur hundertprozentig recht.
00:21:20: Wir haben Krupper mit sehr flach gestellten Scharen also wie so Gänsefußschare.
00:21:25: Da gibt's heute Kruppa
00:21:27: dafür.
00:21:28: Das benutzen wir und wir können wirklich Zentimeter weist des einstellen und wir fahren dann jedes mal zwei Zentimeter tiefer.
00:21:36: Und wichtig ist also, man muss immer überlegen.
00:21:38: Also will ich eine Sanierung machen?
00:21:40: Wir reden ja von Zweilern.
00:21:41: haben wir Sanierung oder normale Bodenbearbeitung.
00:21:44: Ich spreche jetzt mal von einer Sanierung bei einer Sanierung.
00:21:47: Wusst du als eigentlich jeden Monat fahren ganz flach und immer wieder fahren die Walze ist für mich da nicht das Maß aller Dinge weil wenn es jetzt mal Herbst ist also selbst bei uns im fränkischen Trockenregion ist es so dann hast Du doch mal Glück und es im Herms kommt normalerweise ein Nebel Und der Ackerfugschwatz ist immer noch ein Lichtkeimer.
00:22:08: Er braucht sicherlich Wasser, aber er braucht Licht und je öfterst du den bewegst dann kommt ja doch wieder mal an Nebel hin und dann keint er schon weil das Licht ist das Wichtigste und von daher ist auch richtig.
00:22:20: auf schweren Böden ist es ein wenig anders Aber trotzdem nochmal als Sanierung.
00:22:25: Das heißt erstmal Geld ausgeben öfters fahren jeden Monat viermal flach grubbern bevor man irgendeine andere Bodenbearbeitung macht.
00:22:33: So hat es bei uns gut funktioniert.
00:22:44: Ich würde gerne noch auf ein anderes Thema zu sprechen kommen und zwar ist das das Hacken im Getreide.
00:22:49: Himmer, wir haben ja deinen Opa schon zitiert am Anfang.
00:22:53: Einmal gehackt ist die zwanzig Liter geregnet?
00:22:55: Das heißt du hachst auch im getreide richtig?
00:22:58: Ja also das war eine der Lösungen... Der damalige Berater, der Vorgänger vom Stimonsiedel wie ich umgestellt habe, den Weller Mannfred.
00:23:09: ein großes Ding und da hat er in mir so vor einem Freund gefunden.
00:23:12: Also wir sind sehr zugerüben, lasse sicher Betrieb!
00:23:14: Wir haben sehr viel zugegrüben.
00:23:15: das heißt wir haben einfach eine Grundahnung vom Hacken schon immer.
00:23:19: Das ist bei uns auf wie ich noch konventionell war.
00:23:21: Haben wir zu Gerüben gehackt?
00:23:23: Das hat kein anderer Betrieb mehr gemacht.
00:23:26: Wir machen das immer gemacht auch als konventioneller Betrieb und dann wie ich umstellt habe auf Bio.
00:23:31: Aber das für mich klar dass das Hacken hat mehrere Vorteile.
00:23:34: Dies ist ja nicht nur die Unkrautunterdrückung oder die Bekämpfung unterdrückt es ja nicht sondern bekämpft als auch natürlich die Nährstoffmobilisierung.
00:23:42: Also wenn ich hacke, mobilisiere ich Nährstoffe, bin Wasserspare, der Spruch von meinem Ober nicht vergessen.
00:23:48: vielleicht sind die zwanzig Liter ein bisschen übertrieben aber zehn sind sicher.
00:23:51: also Wasser sparen und Nährstock mobilisieren.
00:23:53: und wenn ich dann eine sehr vitale Pflanze oder würde Hans mir dann recht geben wenn ich eine vitale pflanze hinbringen Dann ist ja auch Konkurrenz stark gegenüber anderen Unkräutern oder Ungrasern wie wir jetzt vom Ackerfuchschwanz haben und natürlich auch anderen Krankheiten Und Licht und Luft hat auch keiner Pflanze geschadet.
00:24:11: Jetzt gibt es aber Kritiker, die sagen das sind ja dann mehr Überfahrten.
00:24:15: Mehr Bodenverdichtung, höherer Dieselverbrauch – ich brauche mehr Zeit!
00:24:19: Hans was sagst du denn zum Hacken im Getreide?
00:24:23: Wann entsteht der Bodenverdichtungen?
00:24:25: Verdichtung entsteht nur wenn da die Bodenstruktur nicht passt.
00:24:28: Das heißt ich fahre rein, wenn der Boden zu feucht ist.
00:24:32: Die Traktoren heute haben von der Bereifung her ideale Mase mit Reifendurchmesser, Reifentruck und ein öfteres Drüberfahren heißt ja nicht dass die Boden verdichtet wird wenn die ob die Voraussetzungen passen.
00:24:47: Und da sehe ich keine Gefahr.
00:24:51: Der höhere Dieselverbrauch, das ist natürlich wie jede Überfahrt kostet Diesel.
00:24:56: Aber wenn ich das hochrechne, was konventionelles Spritzmittel für einen Energieverbraucher haben beim Herstellen denke ich, wenn man das vergleicht dann fahren wir im Öko-Lampau immer noch so Energie sparen.
00:25:09: Okay Simon es gibt ja die Kritik dass auch Feldlärchen Bestände geschädigt werden durch das Hacken im Detreide, weil es eben Bodenbrüter sind, deren Gelege dann durch das Hacken zerstört werden.
00:25:22: Wie stehst du zu dieser Kritik?
00:25:25: Ja, das ist was immer wieder kommt und so als die große Achilles-Ferse sozusagen des Ökolandbaus dargestellt wird.
00:25:33: dazu sei einfach gesagt Unkräuter lassen sich mechanisch eigentlich nur bekämpfen wenn sie sehr klein sind.
00:25:39: Dementsprechend wissen wir, mit der Unkraut-Regulation gerade im Wintergetreide sehr früh im Jahr beginnen.
00:25:44: Und wenn wir etwas sehr frühem Jahr beginnen heißt es auch, dass wir mit was wir das sehr früh am Jahr aufhören sollten.
00:25:51: Es gibt einzelne Betriebe du hast zwar in angesprochen Stichwort Angst die sehr lange in den Beständen mit der Hackmaschine herumfahren bin ich persönlich überhaupt kein Freund davon weil das keinen Effekt hat.
00:26:03: Die Unkräuter die ich in der Regel in der ersten Überfahrt nicht erwischt Die erwische ich in der zweiten und dritten Überfahrt auch nicht mehr.
00:26:12: Heißt also, gerade im Wintergetreide wenn wir hacken wollen... Ich sehe das ja ein bisschen differenzierter mit der Notwendigkeit des Hackens.
00:26:20: aber wenn wir uns dazu entschließen dass wir Getreide hacken dann müssen wir damit sehr zeitig anfangen und auch wieder sehrzeitig aufhören.
00:26:29: Ja für mich hat eigentlich eine Hacke im Mai oder ab Mitte April überhaupt nichts mehr in der Fläche verloren Und dementsprechend gibt es genug Zeit, für die Bodenbrüder ihre Gelege bis zur Ernte durchzubringen.
00:26:41: Du hast gesagt du siehst das mit dem hackenden Getreide etwas differenzierter?
00:26:45: Das heißt du würdest Hilman da nicht unbedingt zustimmen, dass das ohne gar nicht geht?
00:26:50: In der Landwirtschaft gibt's keine Dokumen.
00:26:52: also Dokumen führen uns in der Landwirtschaft nicht weiter.
00:26:55: zu sagen immer hacken oder nie hacken ist richtig das stimmt natürlich beides nicht.
00:27:00: das heißt wir müssen das viel Standort spezifischer betrachten Heißt natürlich im Umkehrschluss, dass wenn jetzt ein Betrieb mehrere Standorte hat.
00:27:08: Das ist auch wieder in der praktischen Umsetzung komplexer wird.
00:27:11: aber das macht halt guten Pflanzenbau aus.
00:27:13: Das Hacken ist eine ganz scharfe Waffe gegen den Ackerfuchsschwanz.
00:27:18: also damit haben wir einfach noch einen Regulierungserfolg direkt in der Kultur – im Frühjahr!
00:27:24: Wenn uns der Acker-Fuchsschwanz zum Beispiel weil wir keine Herbstmaßnahme umsetzen konnten Während feuchtwarmen Winter und Herbst hatten, der Ackerfuchschwanz entwickelt sich trotz unserer vorangegangenen Maßnahmen.
00:27:38: Dann haben wir im Frühjahr noch eine Möglichkeit mit Erhacke zu agieren.
00:27:42: das ist so ein Nachteil den das ganze aber mitbringt es eben die weite Reihe bin ich jetzt auf einem Standort wie beim Hilmar Cäsar.
00:27:48: er hat schon angesprochen zugerüben fähige Böden Es hacken sicherlich eine sehr geeignete Maßnahme.
00:27:54: Wir haben aber ja auch Standorte und das sind halt leider auch manchmal die Fuchschwanzstandorte, die in ihrer Wüchsigkeit einfach sehr beschränkt sind.
00:28:01: Das heißt wir haben staunasse sauerstoffarme Wachstumsbedingungen im Winter dann schaltet der Petruses Wasser ab und wir kommen in eine trocken Region oder in der Trockenphase und haben vielleicht noch nährstoffarme Anbauverhältnisse.
00:28:16: Das heißt eigentlich, der Pflanzenbestand ist überhaupt nicht in der Lage diesen weiten Reihenabstand zu schließen kann Mikro-Klima zu bilden und auch eine Unkraut unterdrückende Wirkung sicherzustellen.
00:28:26: Und darüber hinaus gibt es Ackerfuchschwanz Flächen und Jahre.
00:28:30: die haben so ein Staunnesseproblem oder Nesseproblem generell im Frühjahr dass wir auch mit der Hacke nichtsem fahren.
00:28:36: kommen also das beispielsweise in sind viele Betriebsleiter gar nicht in der Lage gewesen, eine mechanische Unkrautregulation witterungsbedingt im Wintergetreide umzusetzen.
00:28:47: Und das ist natürlich dann der Worst Case.
00:28:49: wenn ich einen Standort habe der nicht in erlage ist seine weite Reihe wieder zuzuwachsen und gleichzeitig Witterung bedingt überhaupt nicht zur einer mechanischen Unkrauterregulierung komme Dann hat der Ackerfuchschwanz Licht Luft Platz wächst sozusagen los und wir können nur zusehen weil wir uns voll und ganz auf die Hacke als Lösungen darauf fokussiert haben.
00:29:11: Deswegen der Hinweis auch an alle, die sie vielleicht mit Thema Umstellung oder... ...auch als konventioneller Betrieb im Thema mechanische Unkrautregulierung befassen.
00:29:20: Die mechanische unkraut Regulierung als solches ist der Punkt auf dem i und mehr ist es nicht.
00:29:25: also wer langfristig Unkräuter in seinem Anbaussystem regulieren möchte da muss ein ganzes Anbausesystem darauf auslegen.
00:29:33: nur das ersetzen oder ergänzen von chemischen Herbiziden durch Hacke und Striegel, das wird sicherlich zu einer Frustration führen wenn keine begleitenden Maßnahmen dazu umgesetzt werden.
00:29:46: Was meinst du mit begleitenen Maßnahmen konkret Simon?
00:29:50: Ja schon von der Bodenbearbeitung an muss ich mir als Betriebsleiter Gedanken machen um diesen Pflanzenbestand hinsichtlich der mechanischen Regulierbarkeit vorzubereiten.
00:30:00: Es geht schon los bei der Flugarbeit oder bei der Grundbodenbearbeitung, dass man eben eine Flächen schafft.
00:30:06: es geht darum bei der Saatbit Bereitung eine gewisse Feinkrümlichkeit zu erzeugen.
00:30:11: wenn ich darauf folgend Bodenbearbeitungen machen möchte kann keine Cluten im Striegel gebrauchen.
00:30:16: Ich brauche einen schüttfähigen Boden, es geht um eine gelungene Ablagequalität also ein ungleichmäßiger Feldaufgang der ist nicht hack- und striegelbar wenn Kulturpflanzen unterschiedlich groß sind.
00:30:29: ja müssen wir zum Beispiel zuschauen wie das Unkraut wächst weil an gewissen Stellen im Acker die Kulturpflanze noch nicht die Unempfindlichkeit erreicht hat gegen Überhacke und Striegeln.
00:30:41: Das ganze Anbausystem muss ich, wenn wir mechanisch regulieren wollen auch darauf ausrichten.
00:30:47: Wir können nicht in dem Glauben leben ja, wir lassen halt Herbizide weg und fahren dafür mal mit Hacke und Striegel durch.
00:30:53: das wird in Frustration enden sondern die Vorbereitung und vor allem auch das Beobachten der Flächen, wann der geeignete Zeitpunkt ist.
00:31:02: Der Hilmer hat es angesprochen, wer zu spät kommt, im wahrsten Sinne den Bestraftsleben.
00:31:06: Das ist dann nicht mehr über Intensität zu kompensieren oder durch fünf Mal drüberfahren wenn der Moment verpennt ist – er verpennend!
00:31:15: Daher auch der Spruch unkraut ist die Sichtbarkeit des Scheiterns.
00:31:20: Das Unkraut ist die Quittung für einen produktions- technischen Fehler, der vorausgegangen ist.
00:31:25: Und das kann – das muss nicht eben die Unkrauterregulation selbst sein, sondern es kann beispielsweise ja ein Fehler in der Saat sein.
00:31:35: Zu tief aufgearbeiteten Fläche wo man dann flacher sähen muss….
00:31:39: Der Samenlicht im Drockenen läuft verzettelt auf an einer anderen Stelle Lichter aber im Feuchten.
00:31:44: Der Kulturpflanzenbestand kommt und schon stehen wir vor einer Fläche, die wir mechanisch nicht mehr reguliert können.
00:31:49: Jetzt muss ich das Wortmann an Himmer geben, weil ich sehe, dass er da schon reagiert.
00:31:54: Er möchte auf jeden Fall was dazu sagen.
00:31:56: Genau!
00:31:57: Vielen Dank Katja.
00:31:58: Ja es ist so... Also man muss, so wie ich vorher schon mal gesagt habe, unterscheiden.
00:32:01: Machen wir eine Sanierung oder machen wir alltäglichen Biolandbau?
00:32:05: Sanierung bedeutet immer mehr Aufwand und da ist für mich am Anfang eine Hacke etwas ganz Wichtiges.
00:32:10: Wir fahren übrigens die unseren Betrieb kennen oder bei uns mal im Internet nachschauen.
00:32:15: Wir haben bei unseren Schleppern vorne dran, die Hacke und hinten drinnen Strichen.
00:32:19: Das heißt wir kombinieren am Anfang also sehr früh so wie das hier man aussagt.
00:32:23: in März fangen wir da schon an und fahren quasi von der Hackel hinten Strichel.
00:32:28: wenn wir zu der Feldlärche nochmal kommen ist der Strichelerdesproblem nicht die Hucke weil die Hocke wenn ich eine Weigerei habe sondern wir haben fünfundzwanzig Zentimeter auf unserem Betrieb.
00:32:37: dann läuft bei fünfund zwanzig zentimeter genau in der Mitte des Hackschal.
00:32:41: Ich kenne keine Fellilärie und ich habe schon viele gesehen, wirklich viele die in diesem freien Bereich diese twenty-fünf Zentimeter auf glanke Erde nestsbaut.
00:32:50: Das gibt es nicht bei der Feldwerke.
00:32:51: Die geht immer in die Reihe zwischen die Pflanzen und versucht den Schutz, den die Pflanzen dann bieten zu nutzen um jetzt Nest zu schützen.
00:32:59: also dann heißt wenn ich im April oder Ende April noch mal mein letzten Hack an Marc, dann komme ich gar nichts mehr an dieses Nest hin.
00:33:06: Das ist da schön in der Mitte, in der Pflanzenreihe und ich fahre genau neben dran mit dem Hackschauffer bei.
00:33:11: Also da ist das Strichel geht dann nix mehr.
00:33:13: Da gebe ich den Simon recht aber die Hacke geht noch.
00:33:16: Aber auch wir hören dann mit der Ende April, mit der Hackey auf und beim Hacken also natürlich tun sich die Betriebe schwer am Anfang sich damit zu beschäftigen beide Reihe.
00:33:27: Es ist nicht so einfach um das Kippstand oder wo es schwieriger ist aber als zur Sanierung kann ich das aus meiner Sicht immer nur erzählen.
00:33:33: Okay,
00:33:34: d.h.,
00:33:34: du würdest dem Simon da auch zustimmen wenn er sagt Hacken und Striegeln also mechanische Unkrautbekämpfung ist im Prinzip das Tüpfelchen auf dem I. Man braucht auch ganz viele andere Maßnahmen vorher damit es alles funktioniert.
00:33:46: Das würdest Du aber schon auch so unterschreiben?
00:33:48: Das unterscheibe ich.
00:33:49: Aber was noch mal wichtig ist... Ich habe's ganz am Anfang schon mal gesagt der Saatzeitpunkt vom Lindergetreidig mehr Wintergetreide hat, muss man den wirklich ganz weit nach hinten ziehen und so wie der Hans gesagt hat.
00:34:01: Falsches Saatbett nennen wir das im Biolandbau.
00:34:03: also den Acker schon mal her richten aber noch nicht sehr saut fertig machen.
00:34:07: Und dann wenn du sagst jetzt ist die nächste Rechenfront, jetzt muss ich losliegen, dann könnte es getreilt in die Erde und dann funktioniert es auch.
00:34:16: Bodenbearbeitung würdig!
00:34:18: Hiermit abschließen, das ist ein weites Feld.
00:34:20: Das habt ihr auch alle gesagt.
00:34:22: da kann man wie gesagt eine eigene Folge zu machen.
00:34:25: Wer sich mit dem Thema jetzt noch tiefer gehen beschäftigen möchte dann gibt es eine gute Gelegenheit dazu zum Beispiel am achten und neunten Dezember denn da findet in Duderstadt bei Göttingen die diesjährige Bioland-Akkabautagung statt.
00:34:38: Ein Schwerpunktthema dar ist der Boden und es gibt unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Thema Bodenbearbeitung Aber natürlich auch jede Menge anderer Themen.
00:34:54: Dann ziehe ich hier ein kleines Zwischenfazit, Hacken und Striegeln sind also auf jeden Fall sinnvolle Methoden im Kampf gegen Unkräuter – da seid ihr euch ja alle soweit einig!
00:35:04: Außerdem habt ihr den Anbau von Sommerum genannt, eine gute Feldhygiene und natürlich eine möglichst vielseitige Fruchtfolge.
00:35:11: Dazu gehört vor allem der Anbau vom Kleegras weil es neben vielen anderen Vorteilen den Boden beschattet und so helfen kann um Kräuter zurückzudrängen.
00:35:20: Ich würde jetzt gerne noch auf einen Punkt schauen, der bei der Unkrautregulierung eine Rolle spielt und das ist die Bodengesundheit.
00:35:26: Hans ich habe dich ja am Anfang des Podcasts schon zitiert mit dem Satz jedes Unkrauts ist eine Botschaft des Bodens dass etwas im Ungleichgewicht ist.
00:35:34: was will der Boden denn deiner Meinung nach sagen wenn da jetzt zum Beispiel zu viel Ackerfuchs Schwanz wächst oder zb auch Disteln?
00:35:41: die wurden ja auch schon erwählt?
00:35:43: Okay dann möchte ich noch dazu sagen Ackerunkräuter oder Kulturbegleikräuter, wie man sie nennen.
00:35:50: Das wird ja nur zum Unkraut wenn die Masse an Unkräutern zu viel wird.
00:35:56: Der konventionelle spritzt es weg und der Bio-Bauer hakt und striegelt es weg.
00:36:01: aber keiner will wirklich die Botschaft des Unkrauts hören Weil jedes Unkraud ist ein Botschafter des Bodens, den dem Landwirt sagen will da ist eine Schieflage im Boden Und ich bring dir die Botschaft Beachte mich Das wär mal das Wichtigste.
00:36:16: Nicht nur immer der Kampf gegen und weg damit, sondern einmal genau hinzuschauen.
00:36:22: was will mir mein Unkraut sagen?
00:36:24: Und kurz auf den Punkt gebracht.
00:36:26: Das hört sich jetzt ein bisschen provokant an.
00:36:28: Jeder hat das Unkraud, dass er verdient wenn es in der Masse zu viel wird, sag ich jetzt einmal.
00:36:34: Genau!
00:36:34: Und Ackerfuchschwanz ist ein Gras.
00:36:37: Was wollen Gräser in der Natur?
00:36:39: Gräser wollen im Boden... Es gibt ja einen Bodenpakterin und Pilze.
00:36:44: Gräser wollen im Boden Pilze produzieren.
00:36:46: Das heißt, es ist eine extreme Schieflage des bakteren Pilzverhältnisses, die gräser ausgleichen wollen.
00:36:54: Es machen auch andere Kulturen zu, deswegen sagt man auch der Hafer ist eine Gesundheitsfrucht geht in die Richtung und deswegen ist das auch eine Frage der Fruchtfolge weil jede Kulturpflanze hinterlässt einen genetischen Fußabdruck im Boden.
00:37:12: Das heißt, nicht jede Pflanze hat die gleiche Mikrobiologie da unten.
00:37:16: Aber inwiefern ist das denn eine Frage der Fruchtfolge?
00:37:19: Kannst du das noch mal erklären?
00:37:21: Je vielfältiger die Fruchtvolge ist und so biodiverser ist das Mikrobiom im Boden umso resilienter wird auch der Boden gegenüber Schädlingen und gegenüber der Unkrautentwicklung.
00:37:34: Weil jedes Unkraud braucht einen Keimerreiz!
00:37:37: Wir wissen alle es gibt Kaltkeimer, Warmkeimer Dunkelkeimer Lichtkeimer Strukturkeimer, Nährstoffkeimer oder Kalkanzeiger und Säureanzeige.
00:37:48: Also der BH-Wert Anzeiger gibt es da.
00:37:51: Und die Frage ist immer welchen Keimenreiz habe ich dem Unkraut gegeben?
00:37:57: Sogar eine Bodenbearbeitung, ein zu viel an Bodenbearbeiten ist ein Keimen Reiz.
00:38:02: Das betrifft ja sicher auch noch andere Unkräuter.
00:38:04: oder hast du da einen Beispiel?
00:38:06: Zum Beispiel Melde Dieses Jahr war ein Meldejahr und da habe ich einen Feld gehabt, wo die Saatbitt hergerichtet wurde für den Maisaussaat.
00:38:18: Und dann bei der Maisaussaat kurz vorher wurde das Boden nochmal bearbeitet und dort hat der Landwirt so einen Streifen von einem halben Meter nicht bearbeitet vor der Aussaat.
00:38:29: Wo er nicht bearbeitete, war der Meldedruck nicht da und gleich daneben war der meldedruck immens!
00:38:36: Und gerade in diesem Jahr, Melde ist ein Warmkeimer und ein Trockenkeimer.
00:38:41: Der Boden will sich ja immer bedeckt halten.
00:38:44: In diesem Jahr war es so heiß und andere Unkräuter die sind ja schlau nicht gekäumt haben aber die Melde war predestiniert dafür dass sie keimt und den Boden bedecken will.
00:38:56: Deswegen war dieses Jahr der Meldedruck gemänt.
00:38:59: Hilmar hast du das auch so wahrgenommen mit der Melde bei dir?
00:39:02: Also da hat Hans recht in so warmen Jahren das sind die meldejahre In einem Getreidebestand kommt die dann natürlich nicht mehr vor, weil da ist Schatten.
00:39:11: Da ist es dann schon dunkel und da hat die Meldikai Lust mehr also in Getreides das weniger.
00:39:15: Das kommt dann eher im Mais-Zuggerübe als ja die Sommerkulturen.
00:39:19: Da muss man dann halt aufpassen, wobei es natürlich schon so ist.
00:39:22: Hans weiß das auch in diesen Reihenkulturen wie Maiszugarübe, Kirchererbsen oder Sonnenblumen.
00:39:29: Da sind schon die mechanische Unkrautbekämpfung, die wir Biobetriebe heute haben den Jaal
00:39:35: Gut, das waren jetzt jede Menge Bratschläge und Ideen von euch.
00:39:39: Das ist natürlich auch euer Job als Berater.
00:39:41: letzten Endes.
00:39:42: aber ich frage mich natürlich jeder Hof hat ja andere Probleme, das hört man ja auch an der Böden anderes Klima.
00:39:48: Und dann kommt ihr dazu, jeder Land vertickt hier auch anders.
00:39:51: also wie schafft man es bei über zweihundert Betrieben jedem gerecht zu werden?
00:40:02: Mein Eindruck ist, dass Biolandwirte an sich sehr offen sind für Ideen und gegenseitigen Austausch.
00:40:06: Das merkt man ja jetzt auch bei Hilma.
00:40:08: aber trotzdem geht jeder als Mensch anders um mit Problemen oder Kritik zum Beispiel wenn es in der Unkrautbekämpfung nicht klappt.
00:40:16: Wie schaffst du es denn da jeden abzuholen und richtig ansprechen lassen?
00:40:21: Der sich nicht so vor den Kopf gestoßen fühlt sozusagen
00:40:24: Ja die Kunst eines Pirates Mann oder der Frau, der vor einem ist zuzuhören.
00:40:30: Erst einmal zuhören was es sein wichtigstes anlegen.
00:40:35: und dann habe ich festgestellt um einen Landwirt oder Landwirte hinzuüberzeigen ist die beste Methode aus Feld zu gehen den Spaten mitzunehmen die Bodensonde mitzunemen vielleicht nur uns Bodenthermometer und mit einer Spartenprobe gezielt zu erklären wie die Pflanze mit dem Boden kommuniziert.
00:40:56: Woran fehlt es oder was fehlt da an Bodenstrukturer Verdichtung?
00:41:02: Dann schaut man auf die Bodenchemie.
00:41:04: Die Bodenkämie sagt ja nur, dass die Nährstoffe im Boden mehr- oder weniger vorhanden sind.
00:41:11: aber ich sage nicht ob die Närstoffe für die Pflanzen verfügbar sind.
00:41:14: also die Bodenfruchtbarkeit entsteht ja nur im Zusammenspiel mit Pflanzen.
00:41:19: exotaten und die Bodenbiologie ernähren Wenn der Bodenstruktur gut ist, dann funktioniert dieser Austausch.
00:41:28: Und wenn die Bodenstructure schlecht ist, wird sie eingeschränkt.
00:41:32: und deshalb behaupte ich, dass aufgrund von Bodenverdichtungen von Ertragsdepressionen aufgrund der Bodenverdichte entstehen.
00:41:39: Das dem Landwirten rüberzubringen geht mit einer Spatenprobe idealerweise vorzüglich.
00:41:46: Genau, Simon du hebst schon die Hand.
00:41:48: Wir hatten ja Eingangs auch von der Sichtbarkeit des Versagens gesprochen und das Unkraut ein Angstthema ist.
00:41:55: Wie ist denn da deine Erfahrung wenn Du jetzt Landwirte berätest beim Thema Unkraudbekämpfung?
00:42:01: Ja also gerade in der Umstellungsberatung bei Betrieben, die konventionelle Wirtschaft und sich überlegen auf einen Ökolandbau umzustellen ist die Unkrauthekämpfungen das Thema Nummer eins weil es eben so sichtbar ist.
00:42:14: Es ist unheimlich schambehaftet, Flächen zu haben die im Unkraut untergehen.
00:42:19: Am schlimmsten noch an der Bundesstraße und alle Berufskollegen von das ganze Dorf fährt vorbei und man hat da einen Zustand auf der Fläche.
00:42:26: Und das ist diese ganz große Angst, die von diesem Unkrauthaus geht.
00:42:31: Ich würde sagen, Unkraud ist ein Riesenthema aber nicht das größte.
00:42:34: Wir wollen ja keine Unkräuter ernten sondern wir wollen unsere Kulturpflanzen verkaufen.
00:42:41: bis zu einer erfolgreichen Ernte gibt es ganz viele Baustellen, die das beeinflussen und da gibt's, sagen wir mal bei den meisten Betrieben größere Baustelle als das Unkraut.
00:42:49: Also wenn ich einen Berufskollegen abstempel als schlechter Mensch weil immer der Ackerfuchschwanz durchgegangen ist erzeuge ich ja nur eine Abwehrhaltung.
00:42:57: Und im Verbandsbereich haben so ein bisschen die Aufgabe eine Offenheit zu fördern, Diskussionskultur und auch das Eingestehen von Fehlern.
00:43:06: Also man ist kein schlechter Landwirt, wenn einmal eine Fläche durchgeht.
00:43:10: Das Entscheidende ist das man bereit ist zu verstehen woran hat es gelegen und welchen Teil davon können wir verändern?
00:43:17: Und welcher teilweise vielleicht widerungsbedingt?
00:43:19: Dafür brauchen wir einfach einen ganz offenen Austausch wo jeder auch die Wahrheit erzählt und nicht versucht seine Fehler zu verstecken.
00:43:26: Das ist für mich der wichtigste Punkt eigentlich in der Beratung.
00:43:30: Wir können diesen Rahmen bieten, wir können Diskussionsplattformen mit uns als neutralem Diskussionspartner oder mit Berufskollegen schaffen.
00:43:39: Wir können auf einen gewissen Weg hinweisen aber gehen muss und dann am Schluss der Eins in den Land wird.
00:43:43: Immer!
00:43:44: Für uns Betriebe ist ganz wirklich großer Bedeutung sind diese Gruppen treffen die von Bioland organisiert werden.
00:43:50: Der Simon macht das bei uns für Unterfragen.
00:43:52: Also das ist ganz was bietig, dieser offene Austausch.
00:43:54: Die Ehrlichkeit die die Biobetriebe an Tag legen, das ist sowieso etwas Besonderes wird immer wieder bestätigt wenn neue Betriebe dazukommen wie offen und ehrlich das da ist.
00:44:04: Und es ist auch so Wenn ein Betrieb umstellt, das gehen wir mal weil der Simon jetzt gerade schon angesprochen hat, wenn wir eine neue betriebe dazu bekommt... ...die Umstellung die dürfen ruhig zwei jahrelang dauern Der kann ruhig zweijahr lang bei uns in der Gruppe mitlaufen Kann wie in der Veranstaltung Besuch, muss die Familie mit einbinden?
00:44:19: Habe ich auch gemacht.
00:44:20: Die ganze Familie muss dahinterstehen und dann wenn dann die Entscheidung getroffen ist wir stellen jetzt um Und es geht mal was schief so wieder Simon Gröck sagt hat Dann ist das auch auszuhalten.
00:44:30: Wenn ich unwissend umstelle und sowas passiert dann ist es die totale Katastrophe für den Betriebsleiter und für die ganze Familie.
00:44:42: Ich würde jetzt gerne zum Abschluss nochmal einen Blick in die Zukunft werfen.
00:44:45: Wir hatten das ja schon angekündigt.
00:44:48: Es gibt ja jede Menge Technik zur Unkrautbekämpfung.
00:44:52: Hilma, du hast einen großen Maschinenpark habe ich gehört und da kommt natürlich auch schon moderne Technik zum Einsatz.
00:44:59: also GPS gesteuerte Schlepper sind ja nicht mehr neu genauso wie Kameras an der Hacke.
00:45:04: Hast du mir erzählt dass du die auch schon einsetzt?
00:45:06: Inwiefern erleichtert das denn deinen Arbeitsalltag?
00:45:09: Also die RTK steuerten Schlepper, die wir auf dem Betrieb haben.
00:45:13: Das ist natürlich die totale Erleichterung weil du dich dann auf die Maschinen im Front oder Heck voll konzentrieren kannst.
00:45:20: Kannst die Einstellungen, die Arbeitsweise genau anschauen.
00:45:23: also das ist wirklich einfach was genial auch ist.
00:45:26: heutzutage ist die Kamera unterstützte Hacke zum Beispiel hinten dran Weil es wirklich sehr gut funktioniert.
00:45:33: spannend ist nur da muss einen richtigen Zeitpunkt erwischen.
00:45:36: Also da gibt es nur zu spät wird gefahren.
00:45:40: Zu früh, das gibt's eigentlich gar nicht.
00:45:42: Es ist so wie immer der früher vorgefängte Wurm und man muss rechtzeitig dran sein.
00:45:46: Unkräuter wenn einer stregt.
00:45:48: Im Keimplatz Stadium ist schon die absolute Obergrenze im Farben-Stadium also wird jetzt nur kein Fäden da sind.
00:45:54: Das ist das Ideale und dann funktioniere ich auch was... ... für die Zukunft noch genialer wird.
00:46:01: Also das ist aber erst mal nur für Reihenkultur, also nichts für Getreide und nicht gegen Ackerfuchschwarz... ...aber für die sämtliche anderen Unkräuter in der Regel.
00:46:09: Das ist natürlich die Laser-Technik.
00:46:11: Wir haben uns das vor zwei Jahren im Dänemark angeschaut.
00:46:17: Es ist eine sehr teure Technik.
00:46:19: Aber das ist auch wie bei der Kameratechnik.
00:46:21: Das ist nichts, was wir auf unseren Betrieben alleine leisten können sondern dann muss man Betriebe zusammenarbeiten.
00:46:27: Das sind auch meine Bitte an die zukünftigen Betrieber oder die schon umgestellt haben überlegt euch zusammenzuarbeiten kauft euch gemeinsam so eine Hacktechnik, so eine Stricke Technik weil für kleinere Betrieben das oft uninteressantes.
00:46:38: aber der Erfolg hängt an guter Technik.
00:46:40: Da muss man ganz ehrlich sagen dass es ganz wichtig im Bioland war
00:46:43: Das heißt, er ist man wieder auch bei der Kooperation beim Austausch.
00:46:46: Von welchen Kosten reden wir da?
00:46:48: Hast du da irgendeine Hausnummer?
00:46:50: Ja also die Kameratechnik... Also eine Sechs Meter Hacke mit Kamera Technik kostet so siebzig-achtzigtausend Euro.
00:46:57: Es ist schon nicht unerheblich.
00:46:59: Dann braucht man aber einen dementsprechenden Schlepper.
00:47:00: Die Traurigleistung muss funktionieren und so weiter.
00:47:03: Der Schleper muss eigentlich auch GWS gelenkt sein, das man sich nach hinten anschauen kann.
00:47:09: Genau, und die Lasertechnik?
00:47:10: das ist natürlich da jetzt bei fünfhunderttausend Euro aufwärts deutlich aufwärt für eine sechs Meter Maschine.
00:47:17: Das ist also nicht eisbar!
00:47:18: Und der Energiebedarf ist zurzeit auch noch recht hoch.
00:47:20: Also du brauchst hohe Schlepper-Leister und das heißt Du musst eidigen viel zu großen Schleppern einsetzen um die Technik überhaupt mit Energie zu versorgen.
00:47:28: Also da hoffe ich in den nächsten zwei, drei Jahren das dann nochmal einen Quantensprung kommt und dann wird es sicherlich für Zuckerrüben, Mais, Möhre solche Kulturen wird es da echt interessant.
00:47:37: Also könnte sein dass man in ein paar Jahren dann auf eurem Betrieb Lasertechnik schon sich anschauen könnte wenn man neu die aus ist?
00:47:43: Davon kann's da ausgehen!
00:47:51: Wenn nicht unser Gespräch jetzt mal zusammenfasst oder würde ich sagen es gibt offenbar im ökologischen Landbau jede Menge Ideen und Möglichkeiten, die in Unkräutern im Feld herzuerwerden.
00:48:00: Auch ohne Chemie braucht aber Zeit, Geduld und ein gutes Auge für Böden und Pflanzen.
00:48:06: Und wenn ich jetzt als Landwirt neugierig geworden bin und mehr wissen will dann hätte ich noch einen Tipp für alle Zuhörerinnen und Zuhöhre.
00:48:13: Es gibt jedes Jahr im Frühjahr den Hack-und Striegeltag der Biolandesverbände.
00:48:17: Kann mir da einer noch was erzählen?
00:48:19: Ja, das Simon organisiert ist!
00:48:20: Da wäre doch das Simon prädistiziert
00:48:22: Absolut Simon.
00:48:23: Also ich habe es erst einmal organisiert, das wird von wechselnden Kollegen gemacht auch in jeder Region jedes Jahr.
00:48:30: Im Grunde gibt's immer so ein gewissen Themen-Schwerpunkt beispielsweise Haken in der Reihe oder so was und dann bekommen die verschiedenen Hersteller von Hacktechnik haben da die Möglichkeit ihre Maschinen und Geräte im Feld vorzustellen.
00:48:45: In der Regel gibt´s vorab noch irgendwelche theoretischen Vorträge Die hier den Themenkomplex Unkrautregulation betreffen Und dann werden die Maschinen im Feld präsentiert.
00:48:55: Man hat natürlich danach auch die Möglichkeit, sich die Maschine noch mal in Detail anzugucken und mit den entsprechenden Vertretern ins Gespräch zu kommen.
00:49:03: und das Wichtigste wie der Hilmeyschel gesagt hat geselliges Beisammensein Austausch mit Kollegen da ein oder andere hat schon vielleicht Erfahrung mit einem oder anderen Gerät gemacht.
00:49:12: also dieser Austausche im inoffiziellen Bereich den halte ich für ganz wichtig.
00:49:18: Dass man das Gespräch sucht mit Berufskollegen und jeder hat vielleicht eine andere Erfahrung gesammelt, die er gerne teilen möchte.
00:49:26: Und dass umfasst auch konventionelle Landwirtinnen und Landwirte genauso wie Biolandwirte?
00:49:31: Also bei den Biolandveranstaltungen ist erstmal jeder willkommen ob er Mitglied ist oder nicht.
00:49:37: also interessierte können da auch erst mal vorbeikommen ein bisschen Luft schnuppern, ob es für sie taugt genau einfach mal auf der Homepage beispielsweise gibt's einen Veranstaltungskalender Und gibt es versämtliche Betriebstypen, ob Tierhalter oder Ackerbauer?
00:49:51: Direkt vom Markt der Hoferarbeiter sonst was zu diversen Themen.
00:49:55: Einen großen Fund aus an Veranstaltungen, wo man mal so ein bisschen Bio-Landluft schnuppern
00:50:00: kann.".
00:50:08: Vielen Dank für diesen Tipp, lieber Siemer!
00:50:10: Und natürlich auch vielen dank an euch, Hilma und Hans, für eure Tipps und eure Meinung zum Thema Unkrautregulierung.
00:50:16: Wer dazu jetzt noch Fragen hat, da kann sich natürlich auch direkt an einen der Bioland Ackerbauberater wenden... Die redaktionelle Unterstützung für diese Folge kam diesmal von Eileen Nikolaj.
00:50:26: Produktion Michaela Nabschke, Idee und Konzeption Inga Schneepel.
00:50:32: Und wer wissen will was das Thema unserer nächsten Podcast-Folge ist?
00:50:36: Für den schon mal ein Tipp!
00:50:38: Es geht um junge Menschen im Ökolandbau und warum es manchmal ganz schön schwer ist seinen eigenen Weg zu finden.
00:50:50: Das war
00:50:51: auf gutem
00:50:52: Grund.
00:50:53: Bio Praxis Wissen der Podcast von BioLand.
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